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Bösechat

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On 07.10.2020
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Sie wusste, dass er dieses Kleid an ihr mochte und gehorchte ohne zu fragen. Sie war sich seiner Blicke bewusst und in einem Anflug von Koketterie streichelte sie noch einmal verführerisch so über ihre Beine, als wollte sie das zarte Material unter ihren Fingern glätten.

Unter gesenkten Lidern bemerkte sie sein Lächeln, doch er sagte nichts, sondern betrachtete sie nur weiter. Dann nahm sie das Kleid vom Bügel und streifte es über.

Ganz langsam zog er den Zipper nach oben und der Stoff des Kleides schmiegte sich an sie und hüllte sie ein. Für einen Moment noch verweilten seine Finger in ihrem Nacken und sie erschauderte unter seinem Griff.

Nur widerwillig löste sie sich von ihm, um in ihre hochhackigen Riemchensandaletten zu schlüpfen. Sie richtete sich auf und sah zu ihm, sah seinen anerkennenden Blick.

Es war schwül und drückend. Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu. Am Abend zuvor waren sie bei einem Stammtisch mit Gleichgesinnten ganz in der Nähe des Hotels, wo sie eine Freundin von ihr trafen, mit der sie angeregt diskutierten und einen sehr unterhaltsamen Abend verbrachten.

Für sie war es das erste Mal, dass sie bei einer solchen Veranstaltung anwesend sein konnte und sie genoss es, die Menschen dort zu beobachten und zu sehen, wie sie selbst auf andere wirkte.

Sie amüsierte sich, als einer der anwesenden Herren ihre intensiv beobachtenden Blicke zu missdeuten schien und begann, mit ihr zu flirten.

Doch sie gehörte nur ihrem Herrn, an dessen Seite sie jetzt lief. Sie bemerkte, dass sie auch heute den Weg zu dieser kleinen, gemütlichen Kneipe einschlugen.

Der Wind blies nun heftiger und zerrte an ihren Haaren. Jeden Moment konnte das Gewitter losbrechen und sie beschleunigten ihre Schritte.

Erstes Donnergrollen grummelte in der Ferne. Sie mussten sich beeilen, wenn sie noch trocken ankommen wollten.

Er fasste sie an der Hand und zog sie mit sich. Sie musste lachen, war in einer ganz ausgelassenen Stimmung, denn sie war einfach glücklich, an seiner Seite zu sein.

Ein Schauder überlief sie, als die kalten Tropfen ihre nackte Haut trafen. Auch er musste lachen. Endlich waren sie da und betraten das Lokal. Wände und Einrichtung waren in dunklen Rottönen gehalten, die mit dem warmen Holz der Tische und des Tresens harmonierten.

Tief hängende Lampen und Kerzen auf den Tischen verbreiteten gedämpftes Licht. Eine Treppe führte nach oben auf eine Empore, wo die Gäste ebenfalls Platz nehmen konnten.

Der Schankraum war lang und schmal, fast wie ein breiter Gang, so dass sich die lederbezogenen Sitzgarnituren und Tische an die Wände zu schmiegen schienen.

Während er für sie beide Getränke bei dem jungen, fast noch knabenhaften Kellner bestellte, sah sie sich näher um. Das Pärchen unterhielt sich und sah nur kurz zu ihnen herüber, als sie Platz nahmen.

Sie waren in ihre Speisekarten vertieft. Sicher waren es einfach zwei Freundinnen, die dem Alleinsein entfliehen wollten und einen netten Abend in einer Umgebung, in der sie sich ungezwungen unterhalten konnten, erleben wollten.

Der Tisch neben ihnen war leer. Der Mann an ihrer Seite achtete nicht darauf. Er sah sie an und mit einer Hand spielte er mit einer Strähne ihres langen Haares.

Sie trank einen Schluck und spürte die wohltuende Kühle durch ihren Körper rieseln. Die Hand ihres Herrn ruhte nun an ihrem Halsansatz, dort, wo er ihren Puls spüren konnte, und in einer zärtlichen Geste neigte sie ihren Kopf zur Seite und schmiegte ihre Wange an seine Hand.

Sie genoss diese Berührung und sah dabei zu den beiden Mädchen ihr gegenüber. Sie hatten scheinbar gewählt und ihre Speisekarten auf den leeren Nachbartisch gelegt.

Sie unterhielten sich und der Blick des molligen Mädchens traf den ihren. Sie fühlte sich wohl und entspannt und in ihren Mundwinkeln spielte ein sanftes Lächeln.

Sie war sich der Hand ihres Herrn sehr bewusst, die nun in Richtung ihres Nackens gewandert war. Plötzlich erstarrte sie, wagte es nicht mehr, Luft zu holen.

Ihre Unterhaltung stockte, ja brach mitten im Satz ab. Ihr Gesicht begann zu glühen. Sicher war es nun ebenso rot wie ihr Kleid.

Was tat er da nur? Aber sie irrte, er konnte es sehr gut. Sie spürte seinen Blick auf ihr, fühlte, mit welch subtiler Freude er nun abwartete, wie sie reagieren würde.

Ihr Blick war starr auf das Glas vor ihr gerichtet und sie wagte es nicht, aufzublicken. Sie hatte das Gefühl, ein jeder in diesem Lokal müsse nun auf sie schauen und würde sie in ihrer unzüchtigen Fastnacktheit sehen.

Das Herz schlug ihr heftig bis zum Hals. Am liebsten wäre sie aufgesprungen und hätte sich irgendwo versteckt oder wenigstens ihr Kleid wieder gerichtet.

Doch das war natürlich nicht möglich. Sie musste ihrem Herrn vertrauen, war seiner Gnade nun vollends ausgeliefert. Diese Art des Ausgeliefertseins war ihr absolut neu.

So sehr, wie es sie erschreckte, so sehr spürte sie auch die Erregung, die sich in ihr ausbreitete. Die Hand ihres Herrn ruhte sanft auf der Haut ihres Rückens.

Sie fühlte seine Wärme und seine Nähe beruhigte sie. Er würde sie niemals öffentlich kompromittieren. Es kam keiner, um sie des Lokales zu verweisen und die Menschen um sie herum schienen viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein.

Nur das Pärchen neben ihnen hatte offensichtlich etwas bemerkt. Sie wagte einen Blick zu ihnen und sah den Mann schmunzeln.

Wissend schaute er sie an und nahm dann seine Partnerin fest in den Arm. Ich habe diesen Platz hier ganz bewusst für uns beide gewählt, meine Kleine.

Erstaunt sah sie ihn an. Sie glaubte ihm. Sie war da eher noch unerfahren. Der Daumen ihres Herrn malte nun kleine Kreise auf ihre Haut und sie erschauderte innerlich.

Wollte er etwa noch weiter gehen? Noch hielt er sich ruhig, sodass ihr Blick zu den beiden Mädchen gegenüber wanderte. Die schmalere von beiden hatte ihr noch immer den Rücken zugekehrt und redete gestikulierend auf ihre Freundin ein, die nicht bei der Sache zu sein schien.

Das mollige Mädchen mit dem Puppengesicht sah sie an, schien offensichtlich von ihrem Anblick fasziniert und wandte sich ertappt mit rotem Gesicht ihrer Tischpartnerin zu, als sie spürte, dass ihr Blick bemerkt wurde.

Sie entspannte sich nun und ein Schmunzeln stahl sich in ihre Mundwinkel. Nur einen winzigen Moment irritierte sie dieser Gedanke, dann betrachtete sie wieder die Menschen.

Der junge Kellner kam wieder an ihren Tisch und sah sie irritiert an, so, als spüre er, dass etwas ganz und gar nicht so war, wie er es von gesitteten Gästen gewohnt war.

Ihr Herr erneuerte die Bestellung. Wahrscheinlich sieht sie noch nicht einmal, was du mit mir machst, und auf der anderen Seite sagen ihr ihre guten Manieren, dass sie da nicht hinsehen sollte.

Es kann ja durchaus sein, dass jetzt Fantasien in ihr geweckt werden, die irgendwann einmal gelebt werden wollen, wenn sie ihr bewusst werden.

Ein Pärchen mittleren Alters trat in ihr Blickfeld und setzte sich an den freien Tisch ihnen schräg gegenüber. Die Frau setzte sich geziert hin und ihr Mann nahm nach ihr Platz am Tisch.

Sie hatten sich chic gemacht, sicher hatten sie einen Anlass, der sie in das Lokal führte. Ganz langsam legte er diese frei, schob einfach den Stoff des Kleides auf ihre Oberarme.

Ihr Pulsschlag hatte sich wieder etwas beschleunigt, doch die Schockreaktion blieb aus. Wieder trat der Kellner an den Tisch und fragte nach dem Befinden und den Wünschen.

Doch sie brauchten nichts. So ging er weiter an den Tisch der Eheleute, die ihre Getränke bestellten.

Der Blick des Ehemannes kreuzte sich mit dem ihren. Sie lächelte ihn an, was ihn sichtbar irritierte.

Schmunzelnd bemerkte sie, dass er seine Augen nicht von ihrer nun nackten Schulter nehmen konnte. Seine Frau sprach ihn an, wohl schon zum wiederholten Male, denn er zuckte zusammen und wandte sich schuldbewusst seiner Gattin zu.

Er musste ebenfalls lachen. Es machte ihnen inzwischen wirklich Vergnügen, die Leute so herauszufordern. Hast du gesehen, wie empört sie mich angeschaut hat?

Sie scheint ihm meinen Anblick nicht zu gönnen. Sie hatte kurzentschlossen die Speisekarte genommen und wie ein aufgeschlagenes Buch auf den Tisch gestellt, damit ihm die Sicht auf jede andere Weiblichkeit des Lokales verwehrt blieb.

Und wie zur Bestätigung sah der Mann hinter der Karte ganz flüchtig noch einmal zu ihr. Doch das konnte er sich nicht anmerken lassen. Auch der Blick des molligen Mädchens ruhte wieder auf ihr.

Ihre braunen Reh-Augen hatten einen fast schon sehnsüchtigen Ausdruck. Ihr Herr legte nun noch ihre andere Schulter frei, sodass sie jetzt wirklich fürchten musste, dass ihr das Kleid abstürzt.

Doch er legte seine Hand hinten auf den Stoff, so dass er nicht weiter rutschen konnte. Sie spürte Blicke auf sich ruhen. Das Pärchen, das ihr Herr ebenfalls als Dom-dev-Pärchen eingestuft hatte, betrachtete sie beide interessiert und schien sich gut zu amüsieren.

Er nahm seine Partnerin einfach fest in seine Arme, um mit ihr in einen tiefen Kuss zu versinken. Der Ehemann schien resigniert zu haben. Er versteckte sich nun zusammen mit seiner Gattin hinter der aufgerichteten Karte.

Vielleicht gab ihnen das ja das Gefühl der Abgeschiedenheit. Doch sie wusste, dass sich zumindest im Kopf dieses Mannes einige Rädchen in Bewegung gesetzt hatten.

Die beiden neben ihnen hatten sich nun wieder voneinander gelöst und bezahlten ihre Rechnung. Sie erhoben sich und im Hinausgehen nickten sie ihnen lächelnd zum Abschied zu.

Aber geschockt hast du mich am Anfang schon. Der Gewitterguss hatte die Schwüle weggespült und die Luft war kühl und angenehm.

Die Wolken begannen sich zu verziehen und ein klarer Sternenhimmel öffnete sich über ihnen. Arm in Arm gingen sie langsam zurück zum Hotel und sie wusste, dass sie dieses rote Kleid nie wieder ohne den Gedanken an diesen zauberhaften Abend anziehen konnte.

Menschen begegnen einander, gehen aneinander vorbei, tauschen vielleicht einen Blick, vielleicht auch mal das ein oder andere Wort.

Doch dann gibt es da auch Menschen, die mich innehalten lassen, bei denen ich verweile, Menschen, die mich neugierig machen und mit denen ich mich gern austausche und Zeit verbringen möchte.

Daraus können Freundschaften wachsen. Und dann begegnet man DEM Menschen, der es vermag, ein Strahlen in die Augen zu zaubern, der das Herz wie bei einem Teenager beim ersten Date zum Flattern bringt, der wie ein Magnet auf mich wirkt und nicht wieder loslässt.

Erste Berührungen finden statt, mental, intellektuell. Blicke, Gesten, Worte, die die Seele berühren und mich fesseln. In diesem Moment bin ich bereit, mehr zuzulassen, weiteren Entwicklungen Raum und Zeit zu geben.

Seitdem ich von dieser Frucht probiert habe, kann ich mir eine Beziehung ohne die Ergänzung meiner devoten Seele nicht mehr vorstellen.

Aber das allein reicht mir nicht aus, denn in mir vereinen sich sowohl die Frau, die auf dem gleichen Level wie der Partner durchaus auch einmal diskutieren möchte, ohne dass sofort der Herr und Meister mich zum Schweigen bringt.

Sie möchte als Frau in ihrer Gesamtheit wahrgenommen werden. Mit mir als Frau ist Alltag und Beruf lebbar. Und nur, wenn sie sich angekommen fühlt, kann ich auch die Devota in mir zulassen, weil sie die Stabilität braucht, die die Akzeptanz der Frau ihr gibt.

Durch das nun mögliche Machtgefälle und das zusätzlich enorme Vertrauen, dass ich meinem Herrn gegenüber aufbaue, erlebt die gesamte Beziehung eine wunderbare Steigerung.

Ebenso sehe ich natürlich den Mann an meiner Seite bzw. Nur auf der Partnerebene wäre es wie ein fast passendes Puzzleteil.

Die Form stimmt zwar, aber irgendwie wackelt es. Und das ist für mich der Punkt, der mir wichtig ist. Sowohl Frau, als auch Devota wollen ihre Beachtung finden, denn beide sind auf ihre ganz eigene Art bedürftig in ihrer Sehnsucht nach Erfüllung.

Nur wenn beide zufrieden sind, fühle ich mich ganz und angekommen. Dabei geht es nicht einfach nur um sexuelle Aspekte, sondern bedient alle Lebensbereiche.

Auf diese Art wird für mich, für uns die Welt farbiger, weil ich so ganz offen bin für alles Sinneswahrnehmungen, die mir das Leben zu bieten hat. Ich muss mich eins fühlen, damit ich mit IHM verschmelzen kann.

Die wichtigste Brücke dabei schlagen Dialoge — verbal, nonverbal, wie auch immer. Jede Berührung spricht dann zu mir, ob nun zart oder hart. Gerade kleine Berührungen — der Sinne, der Geister, der Körper — brauche ich als die kleinen Wunder, die sich in ihrer Gesamtheit zu wahrhaftem Glück fügen.

Wer schreibt mir zu dieser Zeit schon eine SMS? Ich gehe. Ich lächle, denke mir, dass er mir sicher einen Guten Morgen.

Zwei Worte nur, die mich hellwach werden lassen und eine Welle. Worte, schwarz auf blauem Grund, hinter denen sich eine Wende in. Er, der seine Neigung seit so.

Ich, die ich noch Suchende, mich Suchende bin. Er war sehr ehrlich zu mir, schonungslos. Erzählte mir von so. Es erschreckte mich, doch es vertrieb.

Nicht ein einziges Mal telefonierten wir. Ich kenne nur ein Bild von. Hin und wieder eine SMS — knapp und kostbar. Oft hatten wir.

Ich starre auf diese beiden Worte. Was wird mich erwarten? Welche Erwartungen hat er? Plötzlich fühle ich. Worauf lasse ich mich da nur ein?

Laufe ich nicht. Gefahr meine zitternde Seele an ihn zu verlieren? Ich spüre diese. Gefahr, die von ihm ausgeht, die mich erstarren lässt und doch.

Nein, nicht er ist gefährlich. Er hält mir. Wenn ich dieses Risiko eingehe ihm. Werde ich. Doch wenn ich es nicht wage, werde ich mir.

Könnte ich. Ich spüre die Macht, die er bereits über mich hat und den Bann, mit. Unsichtbare Fesseln. Sehnsucht nach Ankunft. Graue Wolken ziehen über den Himmel, schicken Regenschleier über das Land.

Die Wipfel der Bäume vor meinem Fenster biegen sich, beugen sich ächzend der herbstlichen Gewalt und legen dabei fast widerwillig ihr Blätterkleid ab.

Kalt und nass. Alles wird still, bereitet sich vor auf die wohlverdiente Ruhe, die der Winter birgt. Fröstelnd ziehe ich meine Jacke aus flauschiger Wolle, die ich über meinem bordeauxroten Kleid trage, enger um mich und wende mich vom Fenster ab, drehe mich um und begegne seinem Blick, der mich sofort gefangen nimmt.

Entspannt sitzt er in einem der tiefen Sessel. Das Buch, in dem er bis eben noch gelesen hatte, liegt nun unbeachtet auf seinen Beinen. Noch immer sieht er mich an, lässt mich einfach nicht los.

Ein Glitzern in seinen Augen erzeugt knisternde Spannung, die fast greifbar ist. Ich fühle, wie mein Herz schneller schlägt, erwartungsvoll zu flattern beginnt.

Zögernd gehorche ich ohne meinen Blick abzuwenden. Ich sehe in seinen Augen diese fast animalisch anmutende Gier des Jägers, der Beute gewittert hat und nicht eher Ruhe findet, bis er sie nicht in seinen Pranken hält.

Ich sehe die Kraft, die Macht in seinen Augen, die mich unterwirft und mich in Demut erschaudern lässt. Nichts habe ich dieser Macht entgegen zu setzen, die er ausstrahlt.

Nicht seine körperliche Überlegenheit, die er zweifellos besitzt, ist es, was mich in die Knie zwingt und die Augen niederschlagen lässt.

Es sind seine kraftvolle Ruhe, seine feste Stimme und eben dieser Blick des Jägers, die mir meinen Platz zeigen.

Ganz nah stehe ich nun bei ihm. Wie von selbst beuge ich meine Knie, neige meinen Kopf und senke meinen Blick. Er legt seine Hand auf meinen Kopf, streicht mit einer unglaublichen Zärtlichkeit über meine Haare.

Ich finde Ruhe in dieser Geste, Frieden, fühle mich geborgen und sicher. Diese Hand, die mir Schmerz zufügen kann und doch so zärtlich ist, die mir meine Grenzen zeigt und mich in Schranken weist, wenn ich unerwünschte Grenzen überschreite.

Es ist seine Hand, die mir seine Macht über mich zeigt, die mich aber auch tröstend in seine Arme zieht und mir meinen Frieden gibt.

Sanft streicht er mir wieder und wieder über meine langen Haare. Schon glaube ich, dass er nur diese Nähe sucht, einfach nach Zärtlichkeit dürstet.

Doch plötzlich spüre ich seinen festen Griff in mein Nackenhaar, mit dem er meinen Kopf weit nach hinten zwingt, bis er mir wieder in die Augen sehen kann.

Erschaudernd erstarre ich. Mein Puls beginnt zu rasen und mit Staunen wird mir bewusst, dass es ihm mit dieser kleinen Geste, mit diesem Griff in meinen Nacken wieder einmal gelungen ist, mich auch körperlich zu unterwerfen.

In meinen Augen, an seinem Lächeln sehe ich, dass er genau das erreichen wollte und diesen Moment der Inbesitznahme in vollen Zügen auskostet.

Vergessen ist das Grau vor dem Fenster. Unsere Blicke tauchen ineinander und nichts anderes scheint mehr existent zu sein.

Sein Griff in meinen Nacken, sein Blick lassen mich erglühen und öffnen mich für ihn. Ganz weich werde ich im Angesicht seiner Dominanz, die meine tief empfundene Demut weckt und mich bereit macht zu empfangen, was immer er mir geben, was immer er sich nehmen mag.

Nichts anderes zählt mehr in diesem Moment. Ich sehe das Erkennen in seinen Augen. Und während vor dem Fenster die Welt im Novembergrau verblasst und sich auf eine lange Winterstarre vorbereitet, öffnet sich für uns beide eine Welt der Seelenfarben und lässt uns lebendig sein.

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Posted by Musida

3 comments

Ich bin endlich, ich tue Abbitte, aber es kommt mir nicht ganz heran. Kann, es gibt noch die Varianten?

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